Die ZF Friedrichshafen AG ist ein weltweit führender Technologiekonzern in der Antriebs- und Fahrwerktechnik sowie der aktiven und passiven Sicherheitstechnik mit weltweit ca. 150 000 Beschäftigten. Am Standort Schweinfurt hatte ZF zu Projektbeginn produzierende Werke aus vier Divisionen mit fünf Businessunits und ca. 9 000 Beschäftigten. Neben den dezentralen Divisions-Support-Einheiten unterstützt der zentrale Bereich Business Services alle Werke. Als eine der größten Business-Services-Einheiten hat die Instandhaltung als wesentliche Aufgabe für technische Verfügbarkeit der Produktions-Maschinen und ‑Anlagen zu sorgen.
In der zentralen Instandhaltung für Maschinen und Anlagen unterstützen etwa 300 Beschäftigte die Businessunits und ihre Werke bei der Aufrechterhaltung der Produktion. Ein weiteres großes Standbein der Business Services ist die zentrale Logistik. Hier sorgen rund 270 Beschäftigte für die Warenströme von Komponenten, Fertigwaren und Verpackungen (Eingang und Ausgang sowie internen Transport) sowie deren Lagerung. In den letzten Jahren wurde entlang der dazugehörigen Prozesskette viel optimiert. Hierbei ging es auch um die zunehmende Vernetzung und Digitalisierung der Geschäftsprozesse sowie der Kommunikation insgesamt.
Aufgrund volatiler werdender Märkte mit größer werdenden Flexibilitätsanforderungen und der daraus resultierenden Erhöhung der Reaktionsgeschwindigkeit nimmt der notwendige Kommunikationsaufwand zwischen allen Prozess-Beteiligten ständig zu und bindet viele Ressourcen in den beteiligten Fachbereichen, unter anderem Produktion, Arbeitsvorbereitung, Instandhaltung, Qualität, Einkauf, Gebäudemanagement und Logistik etc. IT-Medien stehen zur Verfügung, die aber nicht von allen Beschäftigten beziehungsweise Teams genutzt werden. Hintergründe sind in limitierten Lizenzen zu sehen sowie in nicht durchgängiger Vertrautheit aller Mitarbeitenden mit neuen Medien. Zudem gibt es Medienbrüche in der gewerkeübergreifenden Kommunikation.
ZF verfolgt in APRODI das Ziel, in den Fachbereichen Medienbrüche zu reduzieren und die prozessübergreifende Kommunikation und Zusammenarbeit intern/extern durch erweiterte Kompetenz und Nutzung digitaler Medien zu verbessern.
Die in APRODI entwickelten Maßnahmen sollen partizipativ gestaltet werden, was bedeutet, bei allen Maßnahmen die Arbeitnehmervertretung zu integrieren. Wichtig dabei ist: ein technisches System soll die Arbeit unterstützen, die Menschen sollen nicht Handlanger des Systems sein.