„Manchmal denke ich, das Thema Digitalisierung wurde unter der Überschrift »Industrie 4.0« von Menschen und Medien so gepuscht, weil sich viel Geld damit verdienen lässt. Natürlich versuchen die Unternehmen, immer effizienter zu werden. Das ist ihr Geschäft. Und dass sie sich dabei immer stärker automatisieren, immer mehr digitale Werkzeuge nutzen und sich auch über die Unternehmensgrenzen hinweg untereinander und mit Kunden vernetzen, ist völlig klar. Doch das ist kein Prozess, der erst in den letzten Jahren entstanden ist. Das passiert seit Jahrzehnten, Schritt für Schritt, und nicht plötzlich, erst in letzter Zeit.”
„Wir sind ein Unternehmen der chemischen Industrie. Der Umgang mit digitaler Technik ist für unsere Kollegen absolut selbstverständlich. Seit Jahrzehnten werden chemische Prozesse mit Computern überwacht. Die Prozessleitsysteme sind keine digitalen Inseln, sondern sehr stark mit anderen Systemen vernetzt, und das auch nicht erst seit wenigen Jahren. Auch andere Anwendungen, von der Warenwirtschaft und Instandhaltungsplanung über Labormanagement-Systemen und Online-Schulungssoftware bis hin zur EDV zur Handhabung von Gefährdungsbeurteilung und IT-gestütztem Compliance-Management, werden im Alltag ganz selbstverständlich genutzt. Die Kunst besteht aus meiner Sicht weniger darin, den Umgang mit den einzelnen Systemen zu erlernen und zu optimieren als darin, den Überblick zu bewahren und die im Zusammenhang mit diesen zahlreichen Werkzeugen erforderliche Kommunikation so effizient wie möglich zu gestalten.”