Unzufriedenheit bei der DuBay

Worum geht es?

Es geht um die Unzufriedenheit der Belegschaft, die bei einer Mitarbeiterbefragung deutlich wurde, um mögliche Ursachen dafür und das Veranlassen erster Schritte.

„Glaubt man der einschlägigen Literatur – Reinventing Organizations von Frederic Laloux ist nur ein Beispiel von vielen Veröffentlichungen dieser Art – so müsste die DuBay bei Befragungen zur Mitarbeiterzufriedenheit brillant abschneiden”, so Produktionsleiter Friedrich Müller im Management-Team-Meeting anlässlich der Ergebnisse der Befragung durch »Great Place to Work« im Frühjahr 2018. „Die DuBay hat eine Organisationsstruktur, die allen Kollegen die Beteiligung an der Gestaltung des Unternehmens ermöglicht. Der Arbeitsplatz ist sehr sicher, sowohl ökonomisch als auch vom Unfallschutz her. Es gibt zahlreiche Systeme, die Gesundheit und Zufriedenheit der Kollegen fördern müssten.”

Dennoch brachte die Befragung, die bei der DuBay nach 2015 zum zweiten Mal durchgeführt wurde, unterdurchschnittliche Ergebnisse. Besonders schlecht bewertet wurden Aspekte wie psychische Gesundheit, Anerkennung und Aufmerksamkeit für jeden sowie Bevorzugung von Kollegen und Karriere. Nur 40 % der Belegschaft gab an, gerne zur Arbeit zu kommen. Die Führungskräfte standen vor einem Rätsel.

APRODI DuBay Ergebnisse GPtW-Befragung
Präsentation

„Ergebnisse der GPtW-Befragung”

Gespräche mit den Kollegen brachten keine Klarheit. „Die emotionale Bindung an unser Unternehmen ist nach wie vor sehr hoch, doch im Moment ist das hier kein Traumjob”, hieß es. Und: „HPWC, die Arbeitskultur, die die DuBay so lange ausgemacht hat, ist irgendwie verloren gegangen.” Kleinigkeiten führen zu Diskussionen, Gerüchten und Unfrieden, Neid und Empfindlichkeiten machten sich immer wieder bemerkbar, das Schlagwort »Arbeitsverdichtung« fiel häufig, war aber aus Sicht der Führungskräfte schwer nachvollziehbar. Irgendwie war es zu einer Entfremdung zwischen der Belegschaft und den Vorgesetzten gekommen, vielleicht auch dadurch, dass die Organisation recht zügig immer größer und komplexer geworden war.

Unzufriedenheit bei der DuBay

„Unzufriedenheit bei der DuBay”

Das Management-Team entschloss sich, eine Beraterin, die die DuBay schon länger kannte, zu Rate zu ziehen, Dr. Ulla Domke von der Firma Prometha aus Bochum.

Auf Betreiben der Beraterin wurde ein so genanntes HPWC-Analyseteam ins Leben gerufen. In vier Workshops im Oktober und November 2018 beschäftigten sich zwölf DuBayer mit der Arbeitskultur des Unternehmens: Schicht-Anlagenfahrer, Schicht-Laboranten sowie Vertreter von Tagesorganisation und Instandhaltung. Führungskräfte waren in dem Gremium nicht vertreten.

APRODI DuBay Ergebnispräsentation
Ergebnispräsentation

„Kulturanalyse und Maßnahmen”