Einstieg der DuBay in das APRODI-Verbundprojekt

Worum geht es?

Wie es zur Beteiligung der DuBay Polymer GmbH am Verbundprojekt „APRODI” kam.

„Die Formulare sind weitgehend selbsterklärend und können nach Speicherung weiterbearbeitet werden”, hieß es in dem Schreiben von RKW-Koordinatorin Gabriele Held. Also rasch den easyonline-Link angeklickt und los geht´s. Das dachte sich jedenfalls DuBay-Produktionsleiter Friedrich Müller. Zwei Stunden und einen Anfall von Verzweiflung später rief er dann die Koordinatorin an, die ihm auf die Sprünge half.

„Wir freuen uns, Ihnen mitteilen zu können, dass Ihre eingereichte Skizze zur BMBF-Bekanntmachung »Arbeit in der digitalisierten Welt« vom 11.02.2015 zur Antragstellung empfohlen wurde”, hatte es in einem Schreiben vom Bundesforschungsministerium geheißen. Jetzt ging es an die Arbeit!

Die DuBay hat sich gemeinsam mit anderen Unternehmen, darunter Endress+Hauser, John Deere, Continental, ZF und Agfa und mit Instituten und Beratungsunternehmen entschieden, an einem Verbundprojekt teilzunehmen. Der Begriff »Industrie 4.0« ist zur Zeit in der Fachpresse in aller Munde. Aber was verbirgt sich dahinter? Was bedeutet das konkret in der Praxis? Welchen Nutzen hat davon die deutsche Wirtschaft? Das wollte das Bundesforschungsministerium wissen, wie es in einer Ausschreibung bekanntgab. Für ein entsprechendes Verbundprojekt, an dem die DuBay teilnimmt, stehen knapp zwei Millionen Euro an Fördergeldern bereit. „Schon allein die Erfahrung, an einem vom Forschungsministerium geförderten Projekt teilzunehmen, ist es mir wert”, so Friedrich Müller im Management-Team. „Wenn dann auch noch der eine oder andere Euro an Zuschüssen zu uns kommt, umso besser.” Offizieller Start des Projektes, war nach einigen Verschiebungen dann der 1. Mai 2017. »Arbeits- und prozessorientierte Digitalisierung in Industrieunternehmen«, kurz APRODI, ist der Name des Verbundprojektes.

Die DuBay ist seit mehr als zehn Jahren Mitglied im RKW-Arbeitskreis »Weiterentwicklung kompetenter Arbeitssysteme – Perspektiven der Gruppenarbeit«. Ein zentrales Thema des Treffens am 16. April 2015 war »Perspektiven von Digitalisierung und Vernetzung«. Bei einem Impulsvortrag wurde das Thema Industrie 4.0 in einen entsprechenden historischen Kontext gestellt und versucht, es inhaltlich zu konkretisieren. Danach stellte der Referent mögliche Einflüsse auf den Mensch und seine Arbeit dar sowie die Sichtweise der Unternehmen. Aus dem anschließenden Austausch ergaben sich die spezifischen Situationen der im Arbeitskreis vertretenen Organisationen. Im Protokoll heißt es: „Die Diskussion im Anschluss an die Abfrage konzentrierte sich auf die Frage, ob und wie sich die Mitglieder des Arbeitskreises an der aktuellen Bekanntmachung des Bundesforschungsministeriums (BMBF) zur »Arbeit in der digitalisierten Welt« beteiligen wollen.”

Knapp einen Monat später, am 13. Mai 2015, schrieb der damalige Koordinator des Arbeitskreises, Jörg Hentrich: „Liebe Arbeitskreismitglieder, bei dem letzten Treffen unseres Arbeitskreises »Weiterentwicklung kompetenter Arbeitssysteme« am 16. April 2015 hatten wir auch über eine mögliche Beteiligung an dem BMBF-Förderschwerpunkt »Arbeit in der digitalisierten Welt« gesprochen. Auf der Grundlage unserer Diskussion sowie einiger Abstimmungsgespräche mit Partnern aus unserem Arbeitskreis habe ich eine erste Ideenskizze für eine mögliche Beteiligung an dem Förderschwerpunkt erstellt. Diese Ideenskizze soll einen Rahmen für mögliche betriebliche Projekte bilden. Die Unternehmenspartner sind dabei relativ frei in der Definition ihrer betrieblichen Vorhaben. Ich bitte Sie zu prüfen, ob Sie sich in diesem Rahmen eine Beteiligung an dem geplanten Verbundvorhaben vorstellen können. Von unseren wissenschaftlichen Partnern haben einige ihr Interesse an einer Zusammenarbeit bereits bekundet. Sollten Sie Interesse an einer Mitarbeit haben, teilen Sie mir dies bitte bis zum 26. Mai 2015 per E-Mail mit. Ich würde mich dann auch über ein paar Stichworte zu dem von Ihnen favorisierten Thema freuen.”