Das Wertstrommanagement ist ein Instrument des Lean Managements. Es wird bei der Einführung und Optimierung ganzheitlicher Produktions- und Unternehmenssysteme eingesetzt. Es ermöglicht, wertschöpfende und nicht wertschöpfende Aktivitäten und Ereignisse des Auftragsdurchlaufs im administrativen und produktiven Bereich von Unternehmen ganzheitlich darzustellen. Die Darstellungen beinhalten alle Material-, Informations- und Prozessflüsse – vom Rohmaterial-Eingang bis zur Lieferung an den Kunden.
Zur Durchführung des Wertstrommanagements sollte ein interdisziplinäres Verbesserungsteam gebildet werden, bestehend aus Mitarbeitenden der betroffenen Bereiche und einer verantwortlichen Teamleitung.
Ziel des Wertstromdesigns ist, anhand einer transparenten Darstellung des Wertstroms mit standardisierten Elementen den Handlungsbedarf zu ermitteln, um die Abläufe optimal zu gestalten. Die so optimierte Prozesslandschaft bietet zugleich einen geeigneten Orientierungsrahmen für den betrieblichen Digitalisierungsprozess. Das umfasst das Identifizieren, Visualisieren und Optimieren von
Im Fokus des Wertstrommanagements stehen die Eliminierung von Verschwendung und die Durchlaufzeitverkürzung sowie die Verbesserung der internen und externen Kunden-Lieferanten-Beziehungen. Durch einheitliche Prozessbeschreibung und Visualisierung wird der Zusammenhang der einzelnen Prozesse leicht verständlich. Schnittstellen als potenzielle Schwachstellen im Zusammenspiel der Abteilungen werden sichtbar und transparent. Diese Transparenz wiederum ist die Basis für die Vermeidung von Verschwendung und eine kontinuierliche Verbesserung. Sie erleichtert außerdem die Orientierung am Wunsch interner und externer Kunden. Für Digitalisierungsprojekte ist zu untersuchen und zu diskutieren, welche der erkannten Schwachstellen mit Hilfe der Digitalisierung verbessert werden können und welche Systeme und Werkzeuge dafür geeignet sind.
Das Wertstrommanagement lässt sich in zwei Phasen unterteilen:
Schritt 1: Erfassung der Ist-Situation
Schritt 2: Erarbeitung der Soll-Struktur
Schritt 3: Umsetzung vom Ist- zum Soll-Zustand