Die Projektegalerie zu IT-Infrastruktur, Digitalen Innovationen und Arbeit 4.0 besteht aus Projektsteckbriefen für alle im Unternehmen beziehungsweise am Standort/im Werk laufenden und geplanten Einzelaktivitäten in diesem Bereich. Dabei wird zunächst nicht unterschieden zwischen Projekten im eigentlichen Sinn (mit Anfang/Ende, Projektauftrag, Projektorganisation) und Aktivitäten, die von Funktions- und Geschäftsbereichen aus der Linienorganisation in eigener Verantwortung betrieben werden.
Die Projektegalerie ist eine niedrigschwellige Reaktion auf die Tatsache, dass viele Einzelaktivitäten im betrieblichen Digitalisierungsprozess von den Geschäfts- und Funktionsbereichen in eigener Initiative und Verantwortung angegangen wurden und werden. Erreicht werden soll eine möglichst vollständige Übersicht über diese „dezentralen” Initiativen, Projekte und Prozesse.
Ziel ist es,
Es ist ausdrücklich nicht das Ziel der Projektegalerie, eine neue bürokratische Hürde für dezentrale Initiativen zu errichten und/oder ein Wettrennen um die größte „Digitalisierungs-Heldentat” auszurufen. Ebenso wie die bereichs- und betriebspolitisch stärker abstimmungsbedürftige Digitale Agenda und die Digitalisierungs-Roadmap, ist auch die Projektegalerie kein abgeschlossenes, sondern ein lebendes, auf regelmäßige Pflege und Aktualisierung angewiesenes Dokument. Da die Projektegalerie der Vernetzung dient und durch Vernetzung zustande kommt, sollten Pflege und Aktualisierung auch in einer Netzwerk-Logik, also in dezentraler Eigenverantwortlichkeit mit für alle geltenden Spielregeln, organisiert werden.
Im Idealfall ist die Projektegalerie ein Ergebnis der soziotechnischen Bestandsaufnahme. Viel wahrscheinlicher ist allerdings, dass die Idee dazu aus einem konkreten Digitalisierungsvorhaben entsteht, das im Zuge der Ziel- und Auftragsklärung auf parallel laufende Aktivitäten („fahrende Züge”) mit Synergiepotenzial und Abstimmungsbedarf sowie auf absehbare Ziel- und Ressourcenkonflikte stößt.
Der erste Schritt zur Projektegalerie ist eine möglichst einfache Vorlage für die Projektsteckbriefe. Darin sollten Antworten auf die „W-Fragen” (Was? Wer? Warum? Wozu? Wie? Wann?) enthalten sein, und zwar so, dass sie auf eine Seite passen und das Ausfüllen bei Vorliegen aller Informationen nicht mehr als zehn Minuten dauert.
Der zweite Schritt besteht darin, dass im Kreis der Initiatoren alle in eigener Regie laufenden Aktivitäten nach dem KISS-Prinzip (Keep it short und simple!) in Steckbriefe eingetragen werden, um Beispiele zu schaffen und rasch die „kritische Masse” zu erreichen.
Der dritte Schritt ist dann mit Steckbrief-Vorlage und Beispiel-Steckbriefen der Aufruf an alle, die es angeht, ihre Aktivitäten in Sachen Digitalisierung/ Industrie 4.0/Arbeit 4.0 einzutragen und den Eintrag für die Projektegalerie freizugeben.
Im vierten Schritt erfolgt die Zusammenstellung zu einer Projekte-/Aktivitätengalerie „Digitalisierung”. Nach einer Rückmeldeschleife an alle, die Projektsteckbriefe beigetragen haben, wird die Projektegalerie betriebsintern öffentlich gemacht.