Erfahrungsträger-Workshop

Was ist das?

Erfahrungsträger-Workshops sind moderierte Diskussionen mit einer Dauer von maximal 90 Minuten. Im Gegensatz zu einem Team-Workshop nehmen nicht nur die Beschäftigten eines Bereiches oder eines betrieblichen Teams teil, sondern Mitarbeitende und Führungskräfte aus verschiedenen Bereichen. Unterschiedliche Sichtweisen und Einschätzungen sollen vor dem Hintergrund der individuellen Erfahrungen erkundet und eine gemeinsame Basis hergestellt werden. Dazu wird in der Gruppe eine Reihe vorgegebener Fragestellungen diskutiert. Die Workshops sind mit anderen Methoden kombinierbar, zum Beispiel der SWOT-Analyse.

Was soll erreicht werden?

Die Workshops dienen der Bestandsaufnahme und können daher besonders gut zu Beginn eines Veränderungsprojekts eingesetzt werden. Ergebnis ist eine gemeinsam getragene Beschreibung der Unternehmenssituation als Wissensbasis für die anschließende Fokussierungsphase.

Ziele des Erfahrungsträger-Workshops
Ziele des Erfahrungsträger-Workshops

Wer macht das?

Erfahrungsträger-Workshops werden von Mitgliedern des Kern- oder Projektteams Digitalisierung in Abstimmung mit dem Steuerkreis geplant, durchgeführt und ausgewertet. Es können auch Unternehmensexterne einbezogen sein, wie im APRODI-Projekt Mitarbeitende aus den beteiligten Instituten. Es werden Beschäftigte und Führungskräfte eingeladen, die zu den anzusprechenden Themen aus unterschiedlichen Fachperspektiven und Erfahrungshintergründen heraus sachkundig sind.

Wie macht man das?

Eine Runde von maximal zwölf Personen ist am besten für einen anregenden Austausch geeignet. Die Teilnehmenden sollen nach dem Prinzip der maximalen Mischung ausgewählt werden, zum Beispiel Meister und Meisterinnen, erfahrene gewerbliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Sachbearbeitende. Genügend Berührungspunkte zur Fragestellung müssen jedoch vorhanden sein. Auf Seite der Moderierenden hat sich ein Tandem bewährt: Eine Person kann den Gesprächsfluss steuern, während die andere den Diskussionsstand zusammenfasst, visualisiert und abstimmt. Die Moderierenden sollten mit den betrieblichen Rahmenbedingungen hinreichend vertraut sein, um die Gesprächsinhalte nachvollziehen zu können.

Für die Strukturierung des Workshops wird ein Satz von drei bis sechs zu bearbeitenden Fragestellungen vorbereitet. Die Fragen folgen einer Ist-Soll- Maßnahmen-Logik. Zunächst soll der gegenwärtige Zustand erkundet werden. Im zweiten Schritt wird gemeinsam erarbeitet, wie ein besserer Zustand aussehen könnte. Im dritten Schritt wird erarbeitet, welche Maßnahmen die Lücke zwischen Ist und Soll verkleinern.

Die Ergebnisse der Diskussionsrunden werden von den Moderierenden auf Flipchart-Blättern mitgeschrieben. Die Mitschrift wird mit den Teilnehmenden zum Ende des Workshops abgestimmt, um Missverständnisse zu vermeiden. Diese Ergebnisse werden dann nochmals stichpunktartig zusammengefasst und bilden die Basis für die weitere Arbeit, zum Beispiel einen Fokusentscheid.