Kräftefeldanalyse

Was ist das?

Bezüglich eines klar beschriebenen Ziels werden im Brainstorming die für die Zielerreichung förderlichen und hinderlichen Faktoren oder wirksamen „Kräfte” gesammelt. In der auf das Brainstorming folgenden Auswertung werden Maßnahmen zur besseren Zielerreichung abgeleitet.

Was soll erreicht werden?

Erwartbare Hindernisse und Risiken auf dem Weg zur Erreichung eines gemeinsamen Ziels im betrieblichen Digitalisierungsprozess sollen identifiziert und situationsangemessene Maßnahmen zum Umgang damit entwickelt werden.

Wer macht das?

Die Methode kann im Führungskreis, im Steuerkreis oder auch im Projektteam eines einzelnen Digitalisierungsvorhabens zum Einsatz kommen. Sie ist insbesondere beim Übergang von der Fokussierung zur Realisierung sinnvoll einsetzbar. Dabei sollten nach Möglichkeit Teammitglieder aus allen betroffenen Bereichen einbezogen werden.

Wie macht man das?

Das Ziel wird auf einem Flipchart für alle Anwesenden gut sichtbar in einer möglichst klaren Zielaussage notiert.

Darunter wird das Flipchart in der Mitte durch einen senkrechten Strich geteilt, und die linke Hälfte wird mit „förderlich”, die rechte mit „hinderlich” bezeichnet.

In einem zügigen Brainstorming mit strikter Betonung der Brainstorming-Regel „Keine Kommentare, keine Diskussionen” werden förderliche und hinderliche Faktoren (Kräfte) aus dem Teilnehmerkreis gesammelt und vom Moderator am Flip Chart notiert. Als Faktoren beziehungsweise Kräfte zählt alles, was die Betroffenen als solche wahrnehmen und erleben, sie müssen aber aus der Ist-Situation stammen. Dabei werden beide Spalten nicht nacheinander, sondern simultan gefüllt. Ambivalente Faktoren werden auf beiden Seiten eingetragen.

Nach Abschluss der Sammlung werden die Kräfte gewichtet und dann erarbeitet, welche hinderlichen Kräfte wie reduziert werden können. Dies ist wichtig, weil nur so neue Möglichkeiten für Veränderungen entstehen. Eine Verstärkung der förderlichen Kräfte führt erfahrungsgemäß nur zu einer Verstärkung des Gegendrucks – das Gleichgewicht bleibt erhalten, eine Veränderung findet nicht statt.

Die Methode muss mit Klarheit und Tempo moderiert werden. Dazu muss im (internen oder externen) Moderatorenteam einerseits eine eindeutige Rollenverteilung, andererseits ein gemeinsames Verständnis zur grundlegenden Vorgehensweise hergestellt werden.