Digitalisierungs-Roadmap

Was ist das?

Die Digitalisierungs-Roadmap ist eine typischerweise auf einen Zeitraum von drei bis fünf Jahren angelegte visuelle Darstellung der betrieblichen Digitalisierungsprojekte und -vorhaben. Sie enthält die zeitliche Abfolge laufender und geplanter Digitalisierungsprojekte und deren relevanter Entwicklungsschritte. Die Roadmap ist ebenso wie die Projektegalerie und die Digitale Agenda regelmäßig zu aktualisieren.

Was soll erreicht werden?

Die Mitglieder unterschiedlichster Interessengruppen können sich mit der Digitalisierungs-Roadmap eine Übersicht über den Planungsstand verschaffen und sich selbst ein Bild machen, welche Vorhaben und Projekte laufen beziehungsweise anstehen und wann sie in welcher Weise an welchem Vorhaben beteiligt sind oder davon betroffen sein werden. Zu diesen Interessengruppen gehören sowohl das Top- Management und die Führungskräfte auf der mittleren Ebene bis hin zum Werkstattführungspersonal als auch die fachlichen „Treiber” der Digitalisierung, die Betriebsräte in ihrer Rolle als gesetzliche Interessenvertreter der Beschäftigten und die Arbeitenden als diejenigen, die früher oder später ihre Arbeitsaufgaben in und mit den neu gestalteten Arbeitsabläufen und Arbeitssystemen erledigen werden.

Durch die prozessuale Darstellung und die Visualisierung im Zeitstrahl können

  • Unstimmigkeiten, Abstimmungsbedarfe und Engpässe/Ressourcenkonflikte bereits im Planungsstadium vorab erkannt und bearbeitet werden,
  • zeitliche und inhaltliche Abhängigkeiten und Wechselwirkungen von zunächst einmal unabhängig voneinander betriebenen Einzelprojekten visualisiert werden, um Risiken zu identifizieren und auf unerwünschte Nebenwirkungen von Planabweichungen besser vorbereitet zu sein,
  • der inhaltliche Zusammenhang und die zeitliche Abfolge der laufenden und geplanten Maßnahmen nicht nur gegenüber den Projektbeteiligten, sondern auch gegenüber der gesamten Betriebsöffentlichkeit deutlich besser vermittelt werden als durch eine bloße Auflistung der Aktivitäten.

Wie ihre „Schwester”, die Digitale Agenda, ist auch die Digitalisierungs-Roadmap dem Wesen nach kein abgeschlossenes, sondern ein lebendes Dokument. Deshalb braucht die Digitalisierungs- Roadmap einen transparenten, partizipativen Prozess der Pflege und Aktualisierung.

Die Roadmap wird im Anschluss an die Maßnahmenplanung aktualisiert und detailliert. Regelmäßige Termine zur Überprüfung und ggf. Aktualisierung der Roadmap sind wichtige Meilensteine in der anschließenden Realisierungsphase.

Wer macht das?

  • oberster Führungskreis
  • Steuerkreis
  • Chief Digital Officer

Wie macht man das?

Die in der Projektegalerie erfassten und die darüber hinaus gemäß Digitaler Agenda zur Realisierung anstehenden Digitalisierungsvorhaben werden nach einem einheitlichen Schema mit den geplanten Projektmeilensteinen (Beginn, vorgesehene Etappen-Meilensteine und andere Projektereignisse, Projektabschluss) auf dem Zeitstrahl (zum Beispiel als vernetzter Balkenplan) visualisiert. Dabei wird der Zeitraum, beginnend von heute oder beginnend vom Start-Meilenstein des aktuell betrachteten betrieblichen Digitalisierungsprozesses, von links nach rechts aufgetragen. Die Digitalisierungsvorhaben werden nach den betrieblichen Gepflogenheiten und mit den im Betrieb gebräuchlichen Bezeichnungen von oben nach unten aufgetragen.